Rückblick und Fazit: KulturKongress 2026 – Kultur & Ehrenamt

Wie gestalten wir die Zukunft des Engagements? Der Landeskulturverband Schleswig-Holstein diskutierte mit seinen Gästen Herausforderungen und Perspektiven des kulturellen Ehrenamts.

Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule unserer Kulturlandschaft. Doch die Bedingungen verändern sich: Nachwuchs zu gewinnen, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und Menschen langfristig für ein Engagement zu begeistern, wird für viele Kulturvereine und Initiativen zunehmend zur Herausforderung. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Engagierte und Organisationen – von Bürokratie und Finanzierung über Teilhabe bis hin zur Stärkung unserer Demokratie.

Wie kann das kulturelle Ehrenamt unter diesen Bedingungen zukunftsfähig bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich der KulturKongress 2026 des Landeskulturverbandes (LKV) im Nordkolleg Rendsburg.

Nach der Begrüßung durch Dr. Kilian Lembke und einem Grußwort von Staatssekretärin Silke Schiller-Tobies stellte der stellvertretende Vorsitzende des LKV, Kristof Warda, zunächst die Ergebnisse des Ehrenamtsmonitors 2026 vor. Sie bildeten die Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion „Kultur & Ehrenamt – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?“.

Die Vertreter:innen aus Kultur, Ehrenamt und Politik beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Alexandra Hebestreit (lagfa SH) und Staatssekretärin Silke Schiller-Tobies brachten eine übergeordnete Sichtweise ein, während Mathis Dieckmann (fdk_sh), Gunnar Becker (Landesmusikrat Schleswig-Holstein) und Kerrin Nagel (LAG Soziokultur Schleswig-Holstein) die spartenspezifische und praktische Perspektive vertraten. Moderiert wurde die Diskussion ebenso wie der gesamte Kongress von Stefanie Reis.

Am Nachmittag wurde es konkret: In vier Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Zukunftsfragen des Ehrenamts. Kristof Warda und Dr. Kilian Lembke vertieften gemeinsam mit den Teilnehmenden die Ergebnisse des Ehrenamtsmonitors. Stella Kennedy widmete sich der Frage, wie Kulturorganisationen rechte Einflussnahme erkennen und demokratische Standards schützen können. Andrea Dallek nahm das Thema Diversität im Ehrenamt in den Blick und diskutierte, wie Zugangsbarrieren abgebaut und mehr Menschen für Engagement und Mitgestaltung gewonnen werden können. Ein weiterer, spontan eingerichteter Workshop bot in einem offenen Diskussionsformat Raum für den Austausch über Rahmenbedingungen für Ehrenamt und Engagement.

Die unterschiedlichen Perspektiven machten deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen sind: Es braucht attraktive Beteiligungsmöglichkeiten, verlässliche Rahmenbedingungen, eine klare Haltung für Demokratie und Offenheit für mehr Vielfalt im Engagement.

Einigkeit bestand am Ende vor allem in einem Punkt: All dies gelingt nur, wenn ehrenamtliches Engagement und die Menschen dahinter ausreichend Wertschätzung erfahren.

Der Landeskulturverband Schleswig-Holstein dankt allen Mitwirkenden, Referierenden und Teilnehmenden für den offenen Austausch und die wertvollen Impulse.

Der Landeskulturverband wird gefördert vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.