Schleswig-Holstein hat sich bereits im Dezember der Kampagne für Freiheit von Kunst und Kultur des Vereins DieVielen e.V. angeschlossen und eine eigene Erklärung veröffentlicht.

Die Erklärung und die bisherigen Unterzeichner sind inzwischen auf der Kampagnenseite https://www.dievielen.de/erklaerungen/schleswig-holstein zu finden.

 

 

Pressemitteilung (01.02.2019)

Die Erklärung der Vielen startete am 9. November letzten Jahres in Berlin als Schutz- und Öffentlichkeitskampagne gegen rechtsextreme und populistische Einflussnahme auf die Kunst und Kultur Deutschlands. Die Hoffnung des Vereins DieVielen e.V., dem unter anderem der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann angehört, ist eine weitreichende Verbreitung der Bewegung zum Erhalt der Freiheit von Kunst und Kultur. Bereits am 4. Dezember hat der Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. in koordinierender Zusammenarbeit mit einer Vielzahl aktiver Kulturschaffender, Wissenschaftler*innen und Institutionen eine eigene Erklärung für Schleswig-Holstein verfasst. Bis heute zählt die stetig wachsende Unterzeichner*innenliste weit über 100 Zeilen. Es ist uns gelungen, in kurzer Zeit ein aktives Netzwerk gegen die Einflussnahme auf und die Einschränkung von unserer bunten und freien Kultur im Land zu etablieren, das sich nun durch Zusammenhalt und gegenseitigen Austausch festigt. Auch der Landeskulturverband blieb während der laufenden Arbeit an der Kampagne für Schleswig-Holstein nicht vor Anfeindungen von rechts bewahrt. Bisher ist es unseres Wissens nach in Schleswig-Holstein erst zu wenigen Zwischenfällen gekommen: Seltsamen Nachfragen zu Programmlinien einzelner Kulturinstitutionen, von Drohungen gegenüber Theatern und Kinos. Durch die Kampagne der Vielen und die netzwerkstiftende „Erklärung der Vielen für Schleswig-Holstein“ bleiben die Versuche der Einflussnahme keine Einzelfälle und wir können sie nun zusammentragen. Nun sind wir Viele, die die Freiheit von Kunst und Kultur in unserem Land beschützen.

Diese Erklärung für Schleswig-Holstein wird heute zusammen mit einer umfassenden Unterzeichner*innenliste auf der Website des Vereins DieVielen e.V. zusammen mit vielen weiteren Erklärungen anderer Bundesländer veröffentlicht. Im Mai wird es in vielen Städten Demonstrationen und Veranstaltungen geben, um weiter auf die bereits heute bedrohlichen Zustände im Kampf um die Freiheit von Kunst und Kultur aufmerksam zu machen. Bis dahin und darüber hinaus bleiben wir wachsam und setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Schleswig-Holstein bunt bleibt.

Interessierte können sich jederzeit für weitere Informationen oder zur Teilnahme an der Erklärung der Vielen für Schleswig-Holstein an dievielen(at)landeskulturverband-sh(dot)de wenden.

 

 

Landeskulturverband Schleswig-Holstein tritt Berliner „Erklärung Der Vielen“ bei

Quelle: https://www.dievielen.de/

Der Landeskulturverband Schleswig-Holstein schließt sich mit einer eigenen Erklärung für Schleswig-Holstein dem Bündnis „Die Vielen“ an. Unter der Prämisse „Kunst schafft Raum zur Veränderung der Welt“ unterstützt der Landeskulturverband damit die Initiative von Kulturschaffenden, allen voran Theatern, die sich in besonderer Weise von rechtspopulistischen Agitationen bedroht sehen.

„Dass die grundgesetzliche Kunstfreiheit von rechtsextremen und rechtsnationalen Gruppierungen in Frage gestellt wird, ist für uns eine inakzeptable Entwicklung“, stellt der Vorsitzende des Landeskulturverbandes, Guido Froese, hierzu klar. Drohbriefe, Hass-E-Mails und Hate-Speech in den sozialen Medien haben ein Ausmaß angenommen, das eine stärkere Reaktion als bisher und eine sehr klare Haltung erfordert. Dabei müssen Künstler*innen und Kultureinrichtungen, aber auch Städte und Kommunen als Träger der öffentlich geförderten Kultur die gemeinsame Haltung im Sinne von „Die Vielen“ wesentlich deutlicher in der Öffentlichkeit vertreten. Hierzu möchte der Landeskulturverband mit der Erklärung für Schleswig-Holstein einen ersten Beitrag leisten. Die anonymen Drohungen gegen das Kino in Bad Schwartau, den Film „Wildes Herz“ von Charly Hübner im Rahmen der SchulKinoWochen nicht zu zeigen, sind ein zusätzlicher Grund, eindeutig Haltung zu zeigen.  „Die Gewaltandrohungen gegen die Kinobetreiber in Bad Schwartau machen erschreckend deutlich, wie groß der Einfluss von Rechtsextremen auf Kultureinrichtungen bereits ist. Diesen Entwicklungen müssen Kultureinrichtungen und Politik mit entsprechenden Kultur- und Bildungsangeboten entschieden entgegentreten “, so Kilian Lembke, stellvertretender Vorsitzende des Landeskulturverbandes.

Der Tatsache, dass unsere Demokratie vom rechtsnationalen Rand aus verbal infrage gestellt und von Rechtsextremisten auch physisch bedroht wird, ist mit Nachdruck und in angemessenem Ausmaß entgegenzutreten. Der Landeskulturverband ruft daher alle Kulturinstitutionen, die Landesregierung Schleswig-Holstein, den Landtag, die Kommunen und alle Kulturschaffenden im Land auf, sich der Schleswig-Holsteinischen Erklärung anzuschließen. Die Grenzen unserer Demokratie dürfen nicht unwidersprochen von rechtsextremen Kräften verletzt werden.

Das Thema „Kultur & Grenze“ wird auch den KulturKongress 2018 des Landeskulturverbandes bestimmen. Am 14. Dezember lädt der Landeskulturverband in das Nordkolleg Rendsburg ein, sich mit Experten*innen zum Thema „Kultur und Grenze“ intensiv in einen Dialog zu begeben.

Den Aufruf an die Mitglieder des Landeskulturverbandes finden Sie hier.

Die Erklärung der Vielen für Schleswig-Holstein finden Sie hier.

Die Pressmitteilung vom 15.11.2018 ist hier abrufbar.

 

Wenn Sie die Erklärung mitzeichnen wollen, melden Sie sich bitte unter dievielen(at)landeskulturverband-sh(dot)de

 

Mitzeichner (Stand 28.01.2019)

Institutionen

  • AG Musikpädagogische Studiengänge in Schleswig-Holstein (Prof. Manfred Aust)
  • AG Privatmusikschulen (Ulrike Czerwinski)
  • Berufsverband Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V. (Elke Hiller)
  • Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Landesverband Schleswig-Holstein (BBK-SH)
  • Die Kulturdornse zu Lübeck
  • Fachbereich Popularmusik in der Nordkirche (Jan Simowitsch)
  • FACTORY Theater Produktionen Kiel (Gabriele Schelle)
  • Filmkultur SH e.V. (Christoph Zickler)
  • Folksfest Mölln e.V. (Jörg R. Geschke)
  • GALERIEGERDUHLIG (Gerd Uhlig)
  • Gesellschaft für alte Musik SH (Thomas Rink)
  • Haus der Kulturen Lübeck (Ilhan Isözen)
  • jo.art | Musisches Theater (Stephan Joachim)
  • Kommunales Kino Rendsburg e.V.
  • Kreiskulturverband Pinneberg e.V. (Elke Ferro-Goldstein)
  • Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (Inken Kautter)
  • Kulturausschuss des Bundes Deutscher Nordschleswiger/BDN (Marion Petersen)
  • Kulturforum Schleswig-Holstein e.V. (Wolfgang Röttgers)
  • Kulturschlachterei Rendsburg (Alexander Luttmann)
  • Kulturstiftung Kreis Rendsburg-Eckernförde
  • KULTURWERK Schleswig-Holstein e.V. (mioq marion inge otto-quoos)
  • Kulturwerkstatt Kühlhaus e.V. Flensburg (Roald Christesen)
  • Kunsthalle Kiel (Anette Hüsch)
  • Künstlerhaus Lauenburg (Ulrike Mechau-Krasemann)
  • Kunstverein Elmshorn (Christel Storm)
  • KuPoGe-Regionalgruppe Schleswig-Holstein
  • LAG Soziokultur Schleswig-Holstein e.V. (Günter Schiemann)
  • Lala e.V. (Kaspar Schulte-Ostermann)
  • LandesJugendChor (Matthias Janz)
  • Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. (Dr. Kilian Lembke)
  • Landesmusikrat Schleswig-Holstein e.V. (Hartmut Schröder)
  • Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V.
  • Lesebühne FederKiel GbR (Heinrich Wolf)
  • Literaturhaus Schleswig-Holstein e.V. (Wolfgang Sandfuchs)
  • Museen im Kulturzentrum Rendsburg
  • Museumsberatung und –zertifizierung in Schleswig-Holstein
  • Museumsberg Flensburg
  • musiculum - Lern- und Experimentierwerkstatt (Anne Hermans)
  • Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum (Franziska Horschig M.A.)
  • Nordfriisk Instituut (Dr. Christoph Schmidt)
  • Nordkolleg Rendsburg (Guido Froese)
  • Pinneberg Museum (Ina Duggen-Below)
  • Pole Poppenspäler Förderkreis e. V.
  • Schleswig-Holsteinischer Heimatbund (Ute Löding-Schwerdtfeger)
  • Schleswig-Holsteinischer Kunstverein (Prof. Klaus Rave)
  • Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus Eckernförde (Jutta Johannsen)
  • Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH
  • Slamagentur asssemble ART (Björn Högsdal)
  • Speicher Husum e.V. (Enzo Giovanni Panozzo)
  • Stiftung Herzogtum Lauenburg
  • Stiftung Landdrostei Pinneberg (Stefanie Fricke)
  • Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival (Christian Kuhnt)
  • Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen (Guido Wendt)
  • Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde
  • Taschenoper Lübeck e.V. (Margrit Dürr)
  • Theater Kiel
  • Theater Lübeck (Katharina Kost-Tolmein)
  • Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg e.V. (VJKA) (Sabine Lück)
  • Verein Wortwikinger e.V.
  • Volksbühne Kiel (Wolfgang Röttgers)
  • Wies & Kunst (Diethard Wies)
  • Wunderland-Theater e.V. (Petra und Thomas Pohle)

Einzelpersonen

  • Anders Petersen
  • Angela Hartig
  • Barbara Engel
  • Bärbel Nemitz
  • Bettina Aust
  • Bettina Doppelbauer
  • Birgit Bornemann (FotoKunst)
  • Cathy Kietzer
  • Christine Braun
  • Daniela Rosenbaum
  • Dr. Dörte Beier
  • Dr. Kirstin Hartung
  • Dr. Reiner Schmedemann
  • Dr. Volker Mader
  • Frank Engelke
  • Franziska Kerf
  • Guido Froese
  • Hagen Sommerfeldt
  • Hans Peter Weiß
  • Hartmut Schröder
  • Heinrich Bahnsen
  • Heinrich Wolf, M.A.
  • Jessica Kordouni 
  • Jörg-Rüdiger Geschke
  • Katrin Lowitz
  • Marianne Lentz
  • Matthias Janz
  • Merle Lungfiel-Bakir
  • mioq marion inge otto-quoos
  • Mouna Ramcke
  • Nina Baudhuin
  • Prof. Ulf Klausenitzer
  • Rainer Adomat
  • Sabine Waitzbauer
  • Stefanie Fricke
  • Torge Korff
  • Wolfgang Roggatz