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Wissenschaftlerin aus Grenoble erforscht die „Energie-Landschaft“ Nordfriesland

Von: Nordfriisk Instituut

© Carmen Strenzke, Nordfriisk Instituut

Edith Chezel zu Gast im Nordfriisk Instituut

Drei Monate lang war die junge Wissenschaftlerin Edith Chezel aus der französischen Alpen-Stadt Grenoble zu Gast im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Sie ist Doktorandin der Sozialgeografie und Raumplanung im Forschungslabor „PACTE-Territoire“ der Universität Grenoble. In ihrer Doktorarbeit wird Nordfriesland als „Energie-Landschaft“ breiten Raum einnehmen. Sie will Projekte mit erneuerbaren Energien auf eine neue Art untersuchen und verstehen. Es geht ihr nicht um Megawatt und technologische Potenziale, sondern um die sozialen Aspekte: „Ich recherchiere, wie die Menschen in Gemeinden und Genossenschaften die Energieprojekte tragen, warum das eine Vorhaben gelingt, das andere nicht.“ 
Im Nordfriisk Instituut beschäftigte sie sich intensiv mit der Geografie und der Kultur der Region. Die Tradition der Selbstverwaltung fand sie beeindruckend. Als Feldstudie interessierte sie sich besonders für die Bürgerwindparke in Nordfriesland. „Die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe sind mir sehr wichtig, um aktuelle soziale Beziehungen, politische Einflüsse und Erfordernisse verstehen zu können“, sagt Edith Chezel. Der Doktorandin aus dem südöstlichen Frankreich hat es in Nordfriesland gut gefallen. Begeistert hat sie eine Wattwanderung nach Hallig Oland. Allerdings fand sie den nordfriesischen Sommer „etwas zu kühl“.

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