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Vortrag „Die Anschläge des Herrn Litfaß“ am 20. Juli 2010

 

„Die Anschläge des Herrn Litfaß“ oder: Die Revolution der Plakatwerbung. Ein bunt bebilderter Ausflug in die Kulturgeschichte der Litfasssäule von Dr. Wolfgang Griep. Zweifellos haben sie ihre große Zeit als Werbemedium schon hinter sich: die Litfaßsäulen. Man sieht sie noch hier und da in den Städten, aber neue, moderne, multimediale Werbeträger haben ihnen längst den Rang abgelaufen. Unsere Zeit ist schnellebig. Dass auch die Litfaßsäulen einst eine Revolution in der Werbung einleiteten, weiß heute kaum noch jemand. Und dass die Litfaßsäulen nach ihrem Erfinder, dem genialen Berliner Unternehmer Ernst Litfaß benannt wurden, ist auch bereits weitgehend im Dunkel der Geschichte verschwunden - wie die Person, ihr Leben und Werk selbst. Dabei war noch vor hundert Jahren die Litfaßsäule nicht nur zentrale Nachrichten- und Infobörse, nicht nur Anschlags- und Reklametafel, sondern zugleich das sprechendste Erkennungsmerkmal modernen Großstadtlebens: Sie wurde in Gedichten besungen, kabarettistisch verspottet, filmisch gewürdigt, in Romanen und Dramen behandelt, in Fotos und Bildern verewigt. Was wären etwa Zilles Zeichnungen ohne die Litfaßsäule? Vor allem aber war sie ein äußerst erfolgreicher Werbeträger, der auch neue Ausdrucksformen der Reklame hervorbrachte - eine neue Art der werblichen Möblierung des Großstadtraumes gewissermaßen. Ohne Zweifel: Die Geschichte der Litfaßsäule und ihres Erfinders ist eine über hundertjährige Erfolgsgeschichte, und einen vergnüglichen und kurzweiligen Ausflug in diese Geschichte unternimmt am 20. Juli 2010 Dr. Wolfgang Griep im Ostholstein-Museum.

 

Dienstag, 20. Juli 2010
19.30 Uhr
Eintritt: 6,00 €
Ostholstein-Museum