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mittwochsBILDUNG in der GEMEINNÜTZIGEN in Lübeck: „Was zeichnet die Aus- und Weiterbildung der ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen in Finnland aus?"
Die GEMEINNÜTZIGE lädt zur mittwochsBILDUNG am Mittwoch, d. 25. Januar 2012 um 19.30 Uhr im Großen Saal, Königstraße 5, zu einem Vortrag zum Thema „Was zeichnet die Aus- und Weiterbildung der ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen in Finnland aus?“ ein.
Referentin ist Katrina Räisänen-Sondermann, Schulleiterin an einer finnischen Förderschule mit sonderpädagogischem Ressourcenzentrum, Nurmijärvi, Finnland. Der Eintritt ist frei.
Das finnische Schulsystem im Allgemeinen wird zunächst Gegenstand der Darstellung sein. Anschließend steht die Aus- und Weiterbildung der ErzieherInnen und Lehrkräfte im Bereich der frühkindlichen Erziehung, der Kindertagesstätten sowie der Vor- und Grundschulen im Mittelpunkt.
Für Kindergärten für Kinder von 0-5 Jahren gibt es in Finnland keine obligatorischen Weiterbildungsbestimmungen, aber in jeder Kommune werden in der Praxis trotzdem eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert und angeboten. Die ErzieherInnen sind in aller Regel hoch motiviert, an Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen.
Für Lehrkräfte der „Vorschule“, die bis zur 9. Klasse geht, gibt es in Finnland eine systematische und obligatorische Weiterbildung. Alle Lehrkräfte müssen jedes Jahr an drei 6-stündigen Weiter- bzw. Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen, für deren Angebot und Durchführung es eindeutige Regeln gibt. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl zusätzlicher Möglichkeiten während der Schulzeit, an für Lehrkräfte extra zu beantragenden Weiterbildungen teilzunehmen.
Die gute und hochwertige Grundausbildung sowie regelmäßige und qualifizierte Fortbildungen sind der Schlüssel zum beruflichen Können und der hoch angesehenen professionellen Identität der finnischen ErzieherInnen und LehrerInnen. Der Vortrag konzentriert sich auf die Stärken der finnischen Weiterbildung und versucht, deren Übertragbarkeit auf andere Bildungssysteme auszuzeigen. Die neueren integrativen Herausforderungen stellen neue Ansprüche an die Fort- und Weiterbildung in Finnland – und sicher auch anderswo in Europa.
Katrina Räisänen-Sondermann (geb. 1959 in Helsinki) hat an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Tampere bis zum Vordiplom Soziologie studiert, danach an der Universität Tampere ein Studium des Lehramts für die Grund- und Hauptschule begonnen und mit einem Magister in Erziehungswissenschaft abgeschlossen. Ein sonderpädagogisches Aufbaustudium erfolgte an der Universität Joensuu. Räisänen-Sondermann war seit 1982 an verschiedenen finnischen Grundschulen und Förderschulen als Lehrkraft tätig. In den Jahren 2002-2005 war sie als Sonderpädagogin an der Deutschen Schule Helsinki, und ist seit 2005 Rektorin der Kivenpuisto Schule, die in Nurmijärvi als Förderschule und sonderpädagogisches Ressourcenzentrum fungiert. Seit dem Jahr 2000 ist Räisänen-Sondermann außerdem bei verschiedenen Weiterbildungseinrichtungen im Bereich der frühkindlichen, vorschulischen und schulischen Erziehung als Lehrkraft tätig.
Wie immer steht die Referentin im Anschluss an ihren Vortrag zu einer Diskussion bereit.


