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Landeskulturverband Schleswig-Holstein tritt Berliner „Erklärung Der Vielen“ bei

Von: Landeskulturverband Schleswig-Holstein

Der Landeskulturverband Schleswig-Holstein schließt sich mit einer eigenen Erklärung für Schleswig-Holstein dem Bündnis „Die Vielen“ an. Unter der Prämisse „Kunst schafft Raum zur Veränderung der Welt“ unterstützt der Landeskulturverband damit die Initiative von Kulturschaffenden, allen voran Theatern, die sich in besonderer Weise von rechtspopulistischen Agitationen bedroht sehen.

„Dass die grundgesetzliche Kunstfreiheit von rechtsextremen und rechtsnationalen Gruppierungen in Frage gestellt wird, ist für uns eine inakzeptable Entwicklung“, stellt der Vorsitzende des Landeskulturverbandes, Guido Froese, hierzu klar. Drohbriefe, Hass-E-Mails und Hate-Speech in den sozialen Medien haben ein Ausmaß angenommen, das eine stärkere Reaktion als bisher und eine sehr klare Haltung erfordert. Dabei müssen Künstler*innen und Kultureinrichtungen, aber auch Städte und Kommunen als Träger der öffentlich geförderten Kultur die gemeinsame Haltung im Sinne von „Die Vielen“ wesentlich deutlicher in der Öffentlichkeit vertreten. Hierzu möchte der Landeskulturverband mit der Erklärung für Schleswig-Holstein einen ersten Beitrag leisten. Die anonymen Drohungen gegen das Kino in Bad Schwartau, den Film „Wildes Herz“ von Charly Hübner im Rahmen der SchulKinoWochen nicht zu zeigen, sind ein zusätzlicher Grund, eindeutig Haltung zu zeigen.  „Die Gewaltandrohungen gegen die Kinobetreiber in Bad Schwartau machen erschreckend deutlich, wie groß der Einfluss von Rechtsextremen auf Kultureinrichtungen bereits ist. Diesen Entwicklungen müssen Kultureinrichtungen und Politik mit entsprechenden Kultur- und Bildungsangeboten entschieden entgegentreten “, so Kilian Lembke, stellvertretender Vorsitzende des Landeskulturverbandes.

Der Tatsache, dass unsere Demokratie vom rechtsnationalen Rand aus verbal infrage gestellt und von Rechtsextremisten auch physisch bedroht wird, ist mit Nachdruck und in angemessenem Ausmaß entgegenzutreten. Der Landeskulturverband ruft daher alle Kulturinstitutionen, die Landesregierung Schleswig-Holstein, den Landtag, die Kommunen und alle Kulturschaffenden im Land auf, sich der Schleswig-Holsteinischen Erklärung anzuschließen. Die Grenzen unserer Demokratie dürfen nicht unwidersprochen von rechtsextremen Kräften verletzt werden.

Das Thema „Kultur & Grenze“ wird auch den KulturKongress 2018 des Landeskulturverbandes bestimmen. Am 14. Dezember lädt der Landeskulturverband in das Nordkolleg Rendsburg ein, sich mit Experten*innen zum Thema „Kultur und Grenze“ intensiv in einen Dialog zu begeben.

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