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Kulturminister Klug eröffnet Gontscharowa-Retrospektive

Von: Hans Brüller

"Ich betrachte es als Ehre für Schleswig-Holstein, dass Lübeck eine Station der Ausstellung ,Natalja Gontscharowa - Zwischen Tradition und Moderne' ist", sagte am 7. Februar Kulturminister  Dr. Ekkehard Klug in Lübeck. In der Kunsthalle St. Annen eröffnete der Minister diese Ausstellung aus der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau, die erstmals einem breiten Publikum in Norddeutschland vorgestellt wird. "Die Kunsthalle St. Annen", betonte Klug, "bietet dafür hervorragende Bedingungen, denn sie verkörpert die Verbindung von Tradition und Moderne und damit das Motto dieser ersten Gontscharowa-Retrospektive in Deutschland." Im Übrigen fördere Lübeck seit Jahrhunderten den Austausch von Ost und West, die Ausstellung sei also "hier am richtigen Ort".

Klug erinnerte anlässlich der Bilderreise von Moskau nach Lübeck daran, dass die Kunst seit jeher vom Reisen und von der Beschäftigung mit anderen Kulturen profitiere. Ein Beispiel dafür sei auch die Südseereise von Emil Nolde im Jahr 1913. Diese Reise habe Nolde - einen Zeitgenossen Gontscharowas - auch durch Russland geführt. Und nahezu zeitgleich seien 1912 die Bilder von Natalja Gontscharowa beim "Blauen Reiter" in München und 1913 in Berlin zu sehen gewesen. "Fast 100 Jahre später sind ihre Bilder wieder in Deutschland  zu sehen, und man erkennt schnell, wie kraftvoll sie nach wie vor wirken", sagte der Kulturminister.

Ekkehard Klug dankte der Lübecker Possehl-Stiftung, der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung München, dem russischen Stahlunternehmen Severstal sowie der Sparkassenstiftung Lübeck für die Unterstützung der Retrospektive. Schleswig-Holsteiner seien offen für russische Kunst und Kultur, das habe man erst jüngst beim "Russischen Kultursommer" 2008 gespürt, als Russland Schwerpunkt beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival gewesen sei. "Ich bin sicher, dass auch diese Ausstellung in Schleswig-Holstein lange nachwirken wird", sagte der Minister.