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Kroeger-von-Ludwiger-Stiftung fördert die Arbeit der Musikschule mit benachteiligten Kindern und schafft E-Pianos an

Von: Lübecker Musikschule der GEMEINNÜTZIGEN

Die Kroeger-von-Ludwiger-Stiftung fördert die Lübecker Musikschule der GEMEINNÜTZIGEN in ihrer musikpädagogischen Arbeit mit benachteiligten Kindern durch die Anschaffung zweier E-Pianos. Die Kosten dafür in Höhe von knapp 2.200 € hat die Stiftung übernommen.

Die E-Pianos werden zwei Familien zur Verfügung gestellt. Für drei Kinder der beiden Familien stand nach Absolvieren des Instrumenten-Karussells an der Lübecker Musikschule der GEMEINNÜTZIGEN ihr Lieblingsinstrument fest: sie wollten gern Klavier lernen. Um diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen und ihnen das tägliche Üben zu ermöglichen, das für das Erlernen eines Instruments unerlässlich ist, wurden die Instrumente angeschafft, die nun an die Familien übergeben werden konnten. Bei der Übergabe nahmen strahlende Kinderaugen die neuen Tasteninstrumente in Empfang, die natürlich sofort ausprobiert wurden. Als erstes Lied spielten die Kinder ganz stolz „Alle meine Entchen“. Nun freuen sich alle drei, endlich mit dem Klavier-Unterricht beginnen zu können.

Die Musikschule der GEMEINNÜTZIGEN hat sich neben der Talent- und Begabtenförderung insbesondere auch dem strategischen Ziel der GEMEINNÜTZIGEN verschrieben, einen Beitrag zur Chancengleichheit und Bildungerechtigkeit zu leisten. In diesem Sinne werden seit 2013 etliche musikpädagogische Projekte für benachteiligte Kinder konzeptioniert und realisiert. In diesem Sinn hat die neue Förderung der Kroeger-von-Ludwiger-Stiftung eine große Bedeutung bei der Erreichung des Ziels, auch sozial schwachen Kindern eine Chance auf kulturelle Teilhabe zu vermitteln.

LN: Kommen auch Sie in der Musikschule mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Berührung?
In den vergangenen Monaten spürt auch die Lübecker Musikschule der GEMEINNÜTZIGEN vermehrt Nachfragen von sozial benachteiligten Familen, die sich für Musik-Kurse für ihre Kinder interessieren. Darüber hinaus setzt sich die Musikschule seit einigen Jahren proaktiv für die Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen ein und hat zum Beispiel im Rahmen des Wettbewerbs „Bündnisse für Bildung“ inzwischen 160.000 € an Bundesmitteln nach Lübeck geholt.

LN: Welche Angebote können Sie ihnen denn machen?
Wir bieten Musik als Mittel zur kulturellen Teilhabe auf allen Ebenen an. Unsere Angebotspalette reicht von Früherziehung bis hin zum Instrumentalunterricht und der Talentförderung. Gerade die Musikalische Früherziehung ist zum Beispiel geeignet, Kinder früh eine Begegnung mit einer eher konzeptorientierten Kultur zu unterstützen. Das hat nachweislich viele positive Auswirkungen auf die Kinder. Und nebenbei nehmen auch die begleitenden Eltern etwas aus dem Unterricht für ihre Kinder mit.

LN: Wie kann denn Instrumentalunterricht funktionieren, wenn die Kinder noch gar nicht so viel Deutsch sprechen und verstehen?
Musik ist eine internationale Sprache und vermittelt sich vor allem durch Emotion und Bewegung. Es ist immer wieder bewegend zu sehen, wie schnell große und kleine Musiker unterschiedlichster Nationalitäten und Kulturen durch Musik zueinander finden. Diesen Effekt machen wir uns auch bei unseren Angeboten zunutze, indem wir nicht nur über Musik sprechen, sondern vor allem viel musizieren.

Es ist auch immer wieder faszinierend, wenn Eltern zu uns kommen und ihre Kinder anmelden möchten und bei ihrem ersten Besuch bei uns muss das Gespräch auf Englisch stattfinden, weil ihr Deutsch nicht ausreicht, uns adäquat zu verständigen. Und beim zweiten Besuch bei uns, können Sie bereits ein wenig Deutsch und das wird dann immer mehr und besser.

LN: Wie können die betroffenen Familien den Unterricht finanzieren?
Für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien läuft das so: wir verrechnen die Bildungsgutscheine und räumen die gleichen Ermäßigungen gemäß den Familieneinkünften ein.