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Gut gefüllte Kassen beim Land: Chance für Querschnittsaufgabe Kultur? (Erklärung des LKV-Vorstandes zum Interview mit der Finanzministerin in den KN)

Von: Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V.

Der Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. (LKV), der landesweite Zusammenschluss von Kulturinstitutionen und –vereinen, sieht in der aktuell sehr guten Situation und Perspektive des Landeshaushaltes eine historische Chance für eine der Bedeutung angemessene Förderung der Kultur – nicht nur für die kulturellen Leuchttürme sondern besonders zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur in der Fläche.

„Das im Koalitionsvertrag zum Ausdruck gebrachte Bekenntnis zur Kultur als Querschnittsaufgabe muss jetzt auch mit Zahlen hinterlegt werden.”, so LKV-Vorsitzender Guido Froese, der eine große Chance für die Kulturentwicklung im Land sieht. Auch die aktuellen Steuerschätzungen machen nach Ansicht des LKV-Vorsitzenden Mut, konzeptionell zu planen: „Wir hoffen, dass die kulturelle Infrastruktur angemessen an den Mehr-Einnahmen beteiligt wird.“Der geplante Anstieg der Ausgaben im Landeshaushalt um etwa 3,7 % bedeute für die Kultur umgerechnet einen Anstieg um etwa 2 Mio. Euro. Auch damit bewege sich der Anteil der Kultur am Gesamthaushalt immer noch in einem bundesweiten Vergleich auf niedrigstem Niveau von stets unter 0,5%. Eine erhebliche Chance sieht der LKV zudem bei den Investitionen. „Mit den von Ministerin Prien im Juli angekündigten Kultur-Investitionsmitteln von 5 Mio. € pro Jahr ließe sich in der Kultur Erhebliches bewegen", so Froese.

Dazu gehören für den LKV die Stärkung der kulturellen Bildung, die Absicherung der Kerne kultureller Infrastruktur, die Verbesserung von Planungssicherheit und insbesondere die qualifizierte Fortsetzung des Kulturdialoges sowie ein Masterplan zur Digitalisierung zu den vorrangigen Zielen. „Das sind ambitionierte Vorhaben, für die wir das Gespräch, unsere Mitarbeit und Begleitung anbieten“, so Froese weiter. Kultur sei nicht nur das Hobby weniger, sondern Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Kulturpolitik muss sich daher mit dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe intensiver befassen.



Ansprechpartner:
Guido Froese Vorsitzender
(froese(at)landeskulturverband-sh(dot)de, Mobil: 0172/5351530)

Die Pressemitteilung als PDF-Datei finden Sie hier.