shz.de: Nachrichten

Berichte

Rolf Teucher gibt den Bericht des Vorstands

Auf seiner Mitgliederversammlung im Frühjahr eines jeden Jahres gibt der Vorstand u.a. seinen Bericht über die Arbeiten und Entwicklungen des abgelaufenen Arbeitsjahres.

Auf der Mitgliederversammlung am 4. Mai 2011 im Nordkolleg Rendsburg führte der Vorsitzende, Rolf Teucher, dazu unter TOP 3 aus:

"Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Ich habe Ihnen wie in den letzten Jahren eine schriftliche Auflistung der Vorstandsaktivitäten in den letzten 12 Monaten ausgelegt, die alle wesentlichen Aspekte unserer Tätigkeit des letzten Jahres aufführt.

Zusätzlich zu dem schriftlichen Bericht möchte ich gern folgende Punkte ergänzen:
Meine zusätzlichen 4 Bemerkungen gelten:
dem KulturSommer,
dem KulturKongress,
der Öffentlichkeitsarbeit und
der allgemeinen Situation in Schleswig-Holstein.

1.) zum KulturSommer:
Im Jahr 2004 hat der LKV die Organisation des KulturSommers vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein übernommen. Seitdem erhält er jedes Jahr für die Planung und Durchführung des KulturSommers finanzielle Unterstützung vom Land Schleswig-Holstein, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte. Für den KulturSommer ist der LKV auch in diesem Jahr nicht gekürzt worden, allerdings wurde die allgemeine Förderung vom Land um insgesamt 30% gekürzt, was letztendlich auch Auswirkungen auf den KulturSommer hat, weil der LKV jedes Jahr auch Eigenmittel für den KulturSommer verwendet.
Der Türkische Sommer 2011 wird zudem dankenswerter Weise unterstützt von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, der Stiftungen der Förde Sparkasse, der Stiftung Spar- und Leih-Kasse in Rendsburg, der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg, der Investitionsbank Schleswig-Holstein und der Kulturstiftung des Kreises Rendsburg-Eckernförde.
Im Rahmen des Türkischen Sommers werden rund 130 Veranstaltungen und Projekte durchgeführt. Es werden auch in diesem Jahr wieder 25.000 Plakatfolder gedruckt und in ganz Schleswig-Holstein verteilt. Die Teilnahme am KulturSommer ist wie immer kostenfrei, der LKV übernimmt die Kosten für den Plakatfolder und die Auftaktveranstaltung und hat wieder rund 24.000 Euro direkt an die Veranstalter weitergegeben. Die Auftaktveranstaltung findet am 30. Mai 2011 in der Musikschule der Landeshauptstadt Kiel statt.

2.) zum KulturKongress:
Für den KulturKongress 2010 war ursprünglich das Thema „Kulturelle Bildung“ vorgesehen, doch leider konnten die gewünschten Referenten nicht gewonnen werden, sodass der Kongress aus organisatorischen Gründen verschoben werden sollte. Alternativ wurde aufgrund der Sparmaßnahmen des Landes im Kulturbereich gemeinsam mit dem Kulturforum Schleswig-Holstein und der Landesgruppe der Kulturpolitischen Gesellschaft ein Diskussionsabend für Mai 2011 geplant, dieser wurde jedoch wegen der Kulturkonferenz des Ministers ebenfalls verschoben. Der Diskussionsabend wird nach den Sommerferien nachgeholt, um die aktuellen Entwicklungen in der Kulturpolitik aufzugreifen.
Der KulturKongress 2011 wird am 29. November 2011 im Nordkolleg Rendsburg stattfinden. Der diesjährige Kongress wird Teil einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Heimat“ werden. Ursprünglich haben der LKV, das Nordfriisk Instituut, der Schleswig-Holsteinische Heimatbund und die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein unabhängig voneinander Projekte zum Thema Heimat und Identität geplant, aus diesen Veranstaltungen soll nun eine ganze Reihe werden; weitere potentielle Projektpartner sind bereits angesprochen worden.

3.) zur Öffentlichkeitsarbeit:
Der LKV versucht natürlich grundsätzlich im Gespräch zu bleiben. Allerdings ist es für den LKV immer ganz einfach, die Presse für sich zu interessieren. Doch im Rahmen des Kulturprotestes gab es viele Stellungnahmen von Seiten des LKV, und in den Medien wurde häufig darüber berichtet. Im Vorstandsbericht ist eine Aufzählungen der Berichte und Stellungnahmen zu finden.

4.) zur allgemeinen Situation in Schleswig-Holstein:
Hinsichtlich der Kulturförderung ist Schleswig-Holstein nach wie vor Schlusslicht in der Bundesrepublik. Minister Dr. Ekkehard Klug signalisiert Gesprächsbereitschaft, doch leider kommt das Gespräch zwischen Minister und Kulturschaffenden zu einem sehr späten Zeitpunkt, vor allem in Hinblick auf die Neuwahlen im Jahr 2012. Der Minister hat mittlerweile Abstand von einem Kulturentwicklungsplan genommen, der seit vielen Jahren geplant war und von den Kulturschaffenden und –institutionen gefordert wurde.
Der LKV wird Stellung beziehen, aus diesem Grund möchte der Vorstand wie angekündigt die Rendsburger Erklärung und das weitere Vorgehen mit Ihnen diskutieren.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Kulturschaffenden und -institutionen bedanken, denn Sie gestalten die Kultur in Schleswig-Holstein, nicht die Politiker."

 

Der schriftliche Bericht des Vorstands steht hier zum Download bereit. Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2011 finden Sie hier.